Lang waren unsere Nächte und es stand viel Arbeit an. Es wird auch in Zukunft noch sehr viel Arbeit geben, aber ich bin mir sicher es wird sich lohnen. Nicht nur für uns, sondern vor allem für unsere Kunden. Wir haben klein angefangen und viel gelernt seitdem.
Die Anfänge
Angefangen mit einer kleinen virtuellen Maschine, mit wenig Speicher und einer kleinen Festplatte hat Pixelbar seine ersten kleinen Schritte im Hosting Geschäft gemacht. Der Server war also geteilt mit anderen; ähnlich als würde man in einer WG leben. Man kommt zwar günstig davon, aber das Badezimmer ist immer besetzt. Und so war es auch: schnell haben wir die Grenzen der Maschine ausgereizt, die damals noch mit dem Linux Betriebssystem “SuSE” ausgerüstet war. Ob nun wir alle Ressourcen “gefressen” haben oder einer der anderen “Mitbewohner”. Als Zusatz hatten wir die “EierlegendeWollMilchSau” Plesk auf der Maschine. Damit lassen sich Website-Hostings anlegen, Mailpostfächer konfigurieren, DNS Einstellungen ändern, etc… Das war Anfangs zwar eine Hilfe, aber mit der Zeit wurde es zur größten Bürde in der ganzen Infrastruktur.
Weil wir es damals auch nicht besser wussten, haben wir diese Architektur beibehalten, nur die Maschinen wurden grösser und performanter. Der erste Schritt war natürlich zur dedizierten Maschine. Ein schönes Gefühl damals:”Das ist unser Webserver, für uns gaaanz allein!”; naja, nicht ganz. Unsere Kunden haben damals den Wechsel gespürt. Die Seiten wurden schneller und belastbarer.
Unsere Begleiter
Schon aus früheren Tagen kannte ich die Technologien, die uns auch heute noch begleiten. Der “Apache” Webserver hat uns schon immer gute Dienste erwiese und war immer einer der stabilsten Dienste. Der “Apache” ist quelloffen und kümmert sich um das bereitstellen von Webseiten. Ja, ja ich weiss. Ist nicht 100% korrekt und jeder Serveradmin wird mich jetzt verfluchen, aber hey! Man versteht’s am besten so rum. Jedenfalls hat er immer brav seinen Dienst getan und in Kombination mit PHP 3 haben wir unsere ersten dynamischen Websites entwickelt. Dazu kommt noch einer meiner Favoriten: MySQL! Ein Datenbanksystem, welches schon Daten zu Hauf beherbergen kann. All das zusammen macht dann ein so genanntes LAMP-System aus. In unserem Fall stand das “L” für “Linux” also dem Betriebsystem “SuSE” welches auf Linux basiert, das “A” für den “Apache” Webserver, das “M” für das Datenbanksystem “MySQL” und das “P” für “PHP” die dynamische, serverseitige Programmiersprache.
Abgesehen vom Web, haben wir auch E-Mail Hosting angeboten. Das lag alles in der Hand von Plesk und viel haben wir da nicht reingepfuscht. Wir wussten zwar dass da ein “Postfix” Server und “Cyrrus” als Mailserver läuft, aber mehr auch nicht. Später, als verschiedene Upgrades von Plesk kamen, wechselten wir sogar noch zu QMail. Ab da wurde es dann kribbelig und wir lernten schnell wie so ein Mailserver im Herzen funktioniert.
Es geht weiter!
Im Laufe der Zeit, als wir Kunden für uns gewannen und die Anforderungen höher wurden, mussten wir uns eingestehen dass die Maschinen die wir bis dato hatten, nicht ausreichen würden. Wörter wie “Skalierbarbeit” WHERE id = “Auslagerung” WHERE id = etc… wurden immer lauter. Pixelbar musste mit der Zeit gehen und das bisherige Konzept überdenken.
Wo wir es angepackt haben, was wir geändert haben und welchen Weg wir eingeschlagen haben; davon berichte ich im nächsten Teil!